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Vorbemerkung

FunSkater

Machen alles, was Laune bringt: Half Pipe, Slalom, Cruisen, Lakejumping, etc. Meist hegen sie keine Wettkampfgelüste und wollen sich nicht wirklich mit anderen Skatern messen. ;-)

Die Fahrtechnik der Funskater ist der jeweiligen Situation angepaßt. Eine Beschreibung ist müßig, allein die Spielarten erklären sich von selbst.

FitnessSkater

Der durchschnittliche Skater ist der Fitness-Skater. Er geht mit seinen Skates, vier Rollen sind hier üblich, meist mindestens einmal pro Woche, allerdings ausschliesslich bei trockenem Wetter auf die Straße und fährt. Gern gesehen ist er auch in Skate-Nights, dort kommt er dann auch auf eine entsprechende km-Leistung. Der Fitness-Skater macht es entweder aus Lust an der Bewegung oder um sich mit Freunden beim Sport zu treffen. Körperbewußte Fitness-Skater können mit regelmäßigen Fahrten auch gut ihr Körpergewicht optimieren, weil der Pulsbereich angenehm und zumeist sehr fettverbrennend ist!

Die Fahrtechnik ist mit eher aufrechtem Oberkörper, aber leicht nach vorn geneigt. Die Grundbewegung ist das abwechselnde Ausscheren mit den Skates, wobei der Abdruck zumeist auf der ersten Rollen des Schuhs liegen sollte. Zu beachten ist, daß der Fitness-Skater kein Übergewicht nach hinten bekommt. Schoner sind zumindest an Knien und Händen empfehlenswert. Ein Helm kann getragen werden.

SpeedSkater

Die Fahrtechnik des Speed-Skaters unterscheidet sich erheblich von der des Fitness-Skaters. Am auffälligsten ist die tiefe Neigung des Oberkörpers, der Abdruck über die hinteren Rollen der Skates zur Seite, dass zu 95% der Zeit nur 1 Skate den Boden berührt und dass ein Speed-Skater immer einen Helm trägt.

Vorübungen

Die konventionelle SpeedskatingTechnik

Wer sich nicht zu den begnadeten Naturtalenten zählen darf, muss diese Technik Stück für Stück erlernen und trainieren. In soweit macht es Sinn, den Skating-Schritt in einzelne Phasen zu zerteilen und im Detail zu beschreiben. Wir können bewußt verändern, wofür wir Worte haben. Das Ziel bleibt aber die Entwicklung einer flüssigen, runden und dynamischen Bewegung.

An irgendeinem Punkt muß man beginnen,
also schauen wir auf den rechten Fuß...

Mitte der Gleitphase

...und machen schnell ein Foto:
Alles ist im Lot. Der rechte Fuß steht genau unter dem KoerperSchwerpunkt [2], und weil jetzt dynamisch gerade nicht viel passiert, gibt es eine gerade, fast senkrechte Linie durch den Schuh, über das Knie bis zur Nasenspitze. Von der Seite betrachtet sehen wir die normale SkatePosition [3], das Körpergewicht wirkt auf die hinteren Rollen.

(Der linke Fuß hat Pause und keinen Bodenkontakt, die Arme sind etwa auf Höhe der Hüfte)

Und jetzt beginnt die Beschreibung einer Sequenz ..START..

BodyMove (oder WeightTransfer)

Schon einen Moment vor dem oben gemachten Foto wird der BodyMove [4] eingeleitet: Man stellt die Fußspitze des rechten (Gleit-) Skates etwas nach außen und kippt dann, während man mit dem Skate unter dem KoerperSchwerpunkt hindurchfährt, die Körperachse um einen Drehpunkt in der Nähe des Bauchnabels (weil wir gerade den rechten Fuß betrachten, wird, in Fahrtrichtung gesehen, gegen den Uhrzeigersinn gekippt) und nutzt so das Körpergewicht als Widerlager für den folgenden Abdruck.
Von oben gesehen bleiben die Achsen durch die Schultern und das Becken dabei parallel.

(Der linke Fuß lauert derweil auf einen günstigen Zeitpunkt zum Aufsetzen.)

Abdruck

Sobald der Körper etwas gekippt ist, wird die Kraft in den Abdruck gelegt. Die Kraft soll leicht nach vorn gerichtet sein (das ist sie nicht wirklich, wenn fast genau zur Seite dabei herauskommt, ist es ok) und über die hinteren 3 Rollen auf den Boden wirken, so dass man die letzte Rolle "spürt". Der größte Anteil der Kraft wird in der PowerBox [5], einem Rechteck unter dem Körper übertragen. Dennoch soll das Bein den Abdruck bis zur vollständigen Streckung ausführen.

(Der rechte Arm schnellt parallel zum Abdruck nach vorn, der linke Skate hat derweil aufgesetzt und beginnt seine Gleitphase, mit BodyMove in Gegenrichtung.)

Rückführung

Der rechte Skate

(Der rechte Arm schwingt nach hinten, der linke Fuß beginnt mit dem Abdruck.)

Aufsetzen

Der rechte Skate setzt auf

(Der linke Arm schnellt nach vorn, der linke Skate vollendet den Abdruck.)

Gleiten mit BodyMove

Jetzt kippt man die Körperachse wieder um den Drehpunkt in der Nähe des Bauchnabels (in Fahrtrichtung gesehen, gegen den Uhrzeigersinn) und ..STOP..gerade wo alles im Lot ist unsere Sequenz zuende.

Die Armarbeit

Während eines Inline-Marathons können über ~40 km beide Arme entspannt auf dem Rücken abgelegt werden, sie werden für den Vortrieb bei gleichbleibender Geschwindigkeit nicht gebraucht.

Wann ist Armarbeit wichtig?

Was beeinflußt die Ausführung?

Die Arme

Für die obenstehende Sequenz und für einen intensiven Sprint bei hohem Tempo ergäbe sich folgender Ablauf:
Parallel zum BodyMove und zum Abdruck des rechten Beins wird der rechte Arm mit Kraft und hoher Geschwindigkeit von hinten nach vorn gebracht. In der Endposition (wenn das Bein gestreckt ist und sich der Skate vom Boden löst) befindet sich die rechte Hand vor der linken Schulter in Kopfhöhe, der Arm ist etwa rechtwinklig gebeugt. Während der entspannten Rückführung des Skates schwingt der Arm nah an der Hüfte vorbei nach hinten, bis die Hand etwa wieder auf Kopfhöhe ist.

Die Körperhälften wechseln sich also quasi ab mit Schwung und Kraft: Die Rückbewegung des Armes nach hinten ist das eine Schwungelement, das Anheben und nach Vornebringen des Beines das andere. Die Bewegung des Armes nach vorne ist das eine Kraftelemt, der Abdruck des Beines das andere.

Weil die Arme kürzer und leichter sind als die Beine und weil sie keinen Bodenkontakt haben, reagieren sie schneller und können den Impuls geben zu Bewegungsänderungen. Sie sind die Schrittmacher für die Beine und sollten nach ein paar guten Sprints eigentlich auch etwas k.o. sein, nicht nur die Beine. Dennoch kommt der Vortrieb fast ausschließlich aus der Beinkraft. Wer den BodyMove [4] und das Fahren in der PowerBox [5] nicht beherrscht, dem nutzt auch die beste Armarbeit nichts. Man kann die Arme ausschalten (nach vorn nehmen und die Ellenbogen zusammenbringen) und so den Skating-Schritt prüfen.

Der einarmige Armschwung wird meist nur unterstützend zum aktuellen Lauf verwendet. Nach vorne bis max. Kinnhöhe und Körpermittellinie, der Ellenbogen wird mit zunehmender Vorwärtsbewegung immer weiter abgewinkelt. Nach hinten nahe an der Hüfte vorbei bis max. Schulterhöhe und leicht nach innen. Passend zur niedrigen Trittfrequenz wird der Arm hinten fast gestreckt.

Speedskating-Technik mit DoublePush

Meine Meinung: Wer nicht vorne um den Sieg mitfährt, braucht keinen DP und tut gut daran, die konventionelle Technik mit dem Standard-Abdruck weiter zu entwickeln. Der beliebte kleine Schlenker in der Gleitphase (eine ausgeprägte S-Kurve fahren) bringt jedenfalls keine Geschwindigkeit. Nur ein perfekter und kraftvoll ausgeführter DoublePush macht Tempo und verbessert den Sprint. --DetlevGoepel

Eine sehr umfangreiche Arbeit zum Thema "Double-Push oder konventionelle Technik" von Michael Nentwig findet sich auf der Site vom Speed-Team Lübeck: http://stl.thunderblade.info/content/view/15/37/

KurvenTechnik

Bremsen

Der Start

Fahren in der Line

Beim Fahren in der Line kann man eine Hand auf den Rücken des Vorherfahrenden legen, um einen gleichbleibenden geringen Abstand zu halten oder um überschüssige Geschwindigkeit weiterzugeben. Wichtig ist, dass man die Rückseite der Hand auflegt und den Vorherfahrenden nicht festhält (auch nicht im Reflex bei einem Sturz).

WikiLinks

[1] WikiName
[2] KoerperSchwerpunkt
[3] SkatePosition
[4] BodyMove
[5] PowerBox

Quelle: SkateWiki.de


Web-Site: http://www.speedteam-drsi.de/ Usenet: news:de.rec.sport.inlineskating

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