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Hinweis zu diesem Dokument
Diese FAQ ist im Aufbau und jeder kann sich hier aktiv daran beteiligen. Da Nachtskaten keine bierernsten Veranstaltungen sind, ist in diesem Dokument ein wenig Ironie enthalten. Auf den Einsatz expliziter Fröhlichkeitsanzeiger (
) wurde allerdings hin und wieder verzichtet. Los geht's!
Der Begriff Nachtskaten
Mit Nachtskaten werden in dieser FAQ Skateveranstaltungen mit Spaßcharakter bezeichnet, die für eine breite Masse von Freizeitskatern gedacht sind. Es gibt keine Startgebühren, kein Preisgeld und es geht auch sonst um nichts, außer Spaß (und darum, gut auszusehen, aber dazu später mehr). Die Veranstaltungen finden nicht zwingend zur nächtlichen Stunde statt. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass zu dieser Zeit (meist ab 20 Uhr) die organisatorischen Möglichkeiten der Veranstalter und die freie Zeit der Teilnehmer am besten zusammenpassen. Das erste Nachtskaten in Deutschland fand am 8.5.1998 in Dresden statt (Zeitungsartikel dazu). Ab diesem Zeitpunkt war die Entwicklung nicht mehr aufzuhalten. Beinahe jeder Ort hat ein Nachtskaten, in größeren Städten sind es sogar mehrere parallele Veranstaltungsreihen.
Welche Arten von Nachtskaten gibt es?
Im wesentlichen finden zwei verschiedene Arten von Nachtskaten statt:
Tour
Auf einem vorher festgelegten Kurs werden die Teilnehmer von Ordnern und Polizei eskortiert. So wird freie Fahrt und die Sicherheit gewährt. In der Regel endet der Kurs am Startpunkt und zwischendurch gibt es Verschnaufpausen, um das Feld wieder zusammenzuführen.Abgesperrter Rundkurs
Eine feste Strecke wird für eine bestimmte Zeit komplett für den Verkehr gesperrt und für Inline-Skater freigegeben. Anders als bei der Tour ist man nicht an ein vorgegebenes Tempo gebunden. Ein- und Ausstieg gestaltet sich ebenfalls einfacher. Dafür ist diese Art weniger abwechslungsreich, da man immer wieder das Gleiche sieht.
Wo gibt es überall Nachtskaten?
Die Lokalpresse informiert in aller Regel rechtzeitig über diese Veranstaltungen. Aber auch Google sollte mit gezielten Suchanfragen gute Ergebnisse liefern (z.B. "nachtskaten" + Stadtname).
Eine Auswahl von Linksammlungen im Web:
Tipps für Teilnehmer
Schutzbekleidung
An dieser Stelle soll nicht der Sinn von Protektoren besprochen werden. Dass sie irgendwie besser sind, wenn man stürzt, hat sich herumgesprochen. Besonders beim Nachtskaten trifft man Skater, die ihr Erscheinungsbild nicht durch Utensilien wie Knie- oder Handgelenkschoner verändern wollen. Mag sein, dass man gemächlicher dahinrollt, als beim Marathon oder Inline-Hockey und damit weniger sturzgefährdet ist. Die Erfahrung zeigt aber auch, dass Unfälle durch Fremdverschulden sehr häufig passieren. Einem Massensturz kann sich niemand entziehen, egal, wie gut er fährt. Also tragt besser die Schoner.
Blinkis, Leuchtrollen?
Man kann ja davon halten, was man will. Fakt ist aber, dass leuchtende und blinkende Utensilien Aufmerksamkeit erregen. Nicht nur, dass ein Pulk Skater dadurch witziger aussieht, spätestens auf dem Rückweg nach dem Nachtskaten in völliger Dunkelheit wird man es dem Blinki danken, dass der Rechtsabbieger doch noch gehalten hat. Also lasst es ruhig blinken. Helle und reflektierende Kleidung ist natürlich auch von Vorteil.
Trillerpfeifen, Klingeln?
Fluch und Segen zugleich passt wohl am besten zu diesen kleinen Krachmachern. Einerseits macht es echt Stimmung, mit vielen Skatern lärmend durch die Straßen zu düsen, andererseits nervt der permanente Lärmpegel schonmal ein wenig. Was man gleich zu Hause lassen kann, sind Daumenklingeln, die dazu dienen sollen, sich Platz zu verschaffen. Niemand wird sich davon beeindrucken lassen (wollen). Schon gar nicht, wenn jeder sie benutzt. Sie sind ganz nett auf längerer Strecke einen Radfahrer vor dem Überholvorgang zu warnen.
Das erste mal auf Skates?
Natürlich springt die Euphorie einer Skateveranstaltung schnell über. Begeistert möchte so mancher Zuschauer auf die Seite der aktiven Teilnehmer wechseln und kauft so kurzentschlossen ein paar Inline-Skates im nächsten Sportgeschäft. So sieht man oft noch ganz frische Verpackungskartons am Streckenrand stehen, deren Besitzer die ersten Schritte wagen.
Natürlich ist es immer schön, wenn jemand ein neues Hobby entdeckt. Jedoch sollte man unter Anleitung und an einem ruhigeren Ort beginnen. Einige Sicherheit auf den Skates und eine solide Bremstechnik sollte man vor dem ersten Nachtskaten beherrschen. Oft bieten Nachtskate-Veranstaltungen genau solche Einsteigerkurse an, verbunden mit dem Verleih von Skates. Diese Angebote sollte man unbedingt nutzen.
Als Anfänger im Getümmel eines Nachtskatens ist man eine Gefahr für sich selbst und Andere.
Handzeichen
Je nach Stadt haben sich diverse Handzeichen etabliert. Am gebräuchlichsten sind:
eine Hand nach oben: Achtung! Langsamer fahren und aufpassen.
beide Hände oben: Achtung, Stopp!
So können plötzliche Stopps oder Fahrbahneinengungen angezeigt werden. Bei Stürzen sollten nachfolgende sofort die Hände nach oben reißen, um die Gefahrenstelle nach hinten abzusichern.
Manchmal sieht man auch Richtungsanzeigen, was bei schnellen und verwinkelten Strecken sinnvoll ist. Eine oder beide Hände werden hochgehoben und in Fahrtrichtung abgeknickt.
Fahren in der Gruppe
Skaten macht in der Gruppe mehr Spaß. Anders als Speedskater fahren Nachtskater bevorzugt nebeneinander.
Achtet darauf, dass immer Platz zum Überholen ist. Hand in Hand zu skaten ist zwar romantisch, aber gefährlich. Zum einen kommt ab 4 Personen (je nach Straßenbreite) niemand mehr vorbei, zweitens reißt man bei einem Sturz andere mit auf den Asphalt, da man aus Reflex eher klammert, als loslässt.
Gruppen neigen auch dazu, sich an engen Stellen (Flaschenhals) zu treffen und/oder zu unterhalten. Das ist nicht nur gefährlich, sondern frustriert andere Teilnehmer, die bremsen müssen statt zu skaten. Ein Fall für eine Trillerpfeife.
Überholen
Genauso wie beim Autofahren. Immer rechts fahren, links überholen. Schulterblick nicht vergessen! Wie schon erwähnt wurde, helfen akkustische Hilfen (Klingel) kaum, um Platz zu schaffen. Der Ruf "Links vorbei bitte" (oder ähnliche Formulierungen) ist aber recht weit verbreitet und führt oft auch zum gewünschten Ergebnis.
Ein kleiner Hinweis an Speedskater, die schnell fahren wollen:
- Nachtskaten sind Spaßveranstaltungen, bei denen es nicht um die schnellste Rundenzeit geht.
- Niemand hat Anspruch auf freie Fahrt auf der linken Spur.
- Niemand wird spezielle Kommandos verstehen, wie sie bei Marathons üblich sind.
- Ihr gefährdet Andere bei zu hoher Geschwindigkeit.
Natürlich sind Speedskater willkommen, die nicht ihr Training beim Nachtskaten absolvieren wollen. Sie können sich z. B. als Ordner betätigen.
Den Kurs verlassen und wieder einfädeln
Eines der gefährlichsten Manöver beim Nachtskaten. Es passiert immer wieder, dass jemand spontan und quer zur Fahrtrichtung über die Strecke schießt. Man sollte vorher schauen, ob niemand von hinten kommt. Das Einfädeln ist genauso einfach wie auf der Autobahn. Grüppchen von Skatern gehen aber leider manchmal davon aus, dass sie allein auf der Strecke sind und fahren im Gespräch vertieft einfach los (bevorzugt auf der linken Seite, wo überholt wird).
Getränke
Mittlerweile sorgen die meisten Veranstalter dafür dass irgendwo an der Strecke Getränke verteilt/verkauft werden. Leider ist man nicht immer genau an diesem "irgendwo", wenn man Durst hat. Also tut man gut daran, sich etwas mitzunehmen.
Web-Site: http://www.speedteam-drsi.de/ Usenet: news:de.rec.sport.inlineskating
